19.05.2021

Informationen zum Schallschutz im PFA 1.3

Schallschutz im PFA 1.3 im Bereich Dinslaken
 
Der Schutz der Anwohner vor Lärm hat bei der Deutschen Bahn eine hohe Priorität. Daher liegt auch bei der Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen ein wichtiger Fokus auf dem Thema Schallschutz.
Auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) gilt bei Aus- und Neubauastrecken sowie bei wesentlichen Änderungen von Verkehrswegen die Lärmvorsorge. In einem ersten Schritt errechnen unabhängige Gutachter die zu erwartenden Schallimmissionswerte. Aus diesen Werten werden schließlich aktive und passive Schallschutzmaßnahmen abgeleitet, die die Einhaltung der zulässigen Grenzwerte erlauben.
 
Grundsätzliches zum Schallschutz
 
Grundsätzlich werden aktive Schallschutzmaßnahmen, also Maßnahmen direkt an der Strecke wie Schallschutzwände, bevorzugt. Im PFA 1.3 sind insgesamt rund zehn Kilometer Schallschutzwände beidseitig der Gleise vorgesehen. An rund 3,9 Kilometern des Abschnitts ist dabei auch das „Besonders überwachte Gleis“ (BüG) vorgesehen. Durch regelmäßiges Messen und Schleifen der Schiene, wird dort das Abrollgeräusch der Räder verringert und der Geräuschpegel zusätzlich reduziert.
 
Für rund 1.075 Wohneinheiten im PFA 1.3, bei denen die Schallpegel trotz der beschriebenen aktiven Maßnahmen überschritten werden, ist zusätzlich passiver Schallschutz vorgesehen. Dabei handelt es sich um schalltechnische Verbesserungen an Gebäuden, wie der Einbau von Schallschutzfenstern und schallgedämmten Lüftern.
 
Passiver Schallschutz – Benachrichtigung und Prüfung
 
Alle Wohneinheiten, die einen zusätzlichen Anspruch auf passiven Schallschutz haben, werden im PFA 1.3 nach und nach durch von der DB Netz AG beauftragte Firmen benachrichtigt (nähere Informationen siehe unten). Dadurch soll eine zeitnahe Rückmeldung nach dem Erstkontakt und ein zeitnaher Ortstermin sichergestellt werden. Bis Juni 2021 werden die Bereiche von PFA 1.2 - Oberhausen bis etwa zum Bahnübergang Holtener Straße und von der Eisenbahnüberführung Willy-Brand-Straße bis zum PFA 1.4 - Voerde über einen möglichen Anspruch informiert. Die Bereiche im Zentrum des Planungsabschnitts folgen.

Die von der DB Netz AG beauftragen Büros sind
  • SchallschutzProjekt Vogel
    Rheinstraße 34
    53844 Troisdorf
sowie die
  • CS Planungs- und Ingenieurgesellschaft mbH
    Köpenicker Straße 145
    10997 Berlin
Durch die im Rahmen des Planfeststellungsbeschlusses zusätzlich angeordnete Schallschutzwand wird hierfür aktuell noch die Überarbeitung der schalltechnischen Untersuchung abgewartet. In der Folge ändern sich auch die Ansprüche auf passiven Schallschutz. Grundsätzlich ist der Anspruch auf diese Maßnahmen abhängig von der Entfernung zur Strecke, der Höhe der Schallschutzwand und der Einstufung des Gebietes, in dem sich die Wohneinheit befindet (Bsp. ein reines Wohngebiet oder ein Mischgebiet).
 
Nach der Benachrichtigung über den möglichen Anspruch auf passive Schallschutzmaßnahmen werden vor Ort insbesondere die Lage der Fenster, die Art der Verglasung sowie die Nutzung der Räume geprüft. Entscheidende Kriterien für einen tatsächlichen Anspruch sind dabei die Raumgröße, die Größe der Fensterfläche und die Schallschutzklasse der bereits vorhandenen Fenster.

Weitere Informationen zum Schallschutz finden Sie hier.