21.06.2022

Die Technische Hochschule Nürnberg zu Gast auf der ABS 46/2

Am 31. Mai waren 28 Studierende der TH Nürnberg zu Gast in Duisburg. Einige von ihnen studieren Bauingenieurwesen im Bachelor, mit der Vertiefung Verkehrsingenieurwesen, andere sind bereits im Master und erlangen Wissen im Fach „Urbane Mobilität“. Klar, dass die über 70 Kilometer lange Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen mit all ihren Bauaktivitäten und geplanten Vorhaben ein spannendes Praxisbeispiel für die Studierenden darstellt.

Im Rahmen der Begrüßung erfolgte zunächst eine Vorstellung des Projekts und der Historie, wobei insbesondere Herausforderungen des Projektmanagements innerhalb eines Großprojekts beleuchtet wurden. Nach einem ersten intensiven Austausch und Einblicke hinter die Kulissen, konnte die Streckenbereisung in Richtung Bauabschnitt 1, Oberhausen, starten. Ausgestattet mit Sicherheitsschuhen, Westen und Helmen erkundeten die Studierenden in Begleitung von Abschnittsmanagerin Tina Eckelmann den Bereich des Rhein-Herne-Kanals, der Lindner Straße und der Emscherbrücken. Darauf folgte ein Stopp in Voerde, wo Patrick Schmerse, Projektingenieur für den Bauabschnitt 2, unseren Gästen die Bauwerke an der Steinstraße sowie stattfindenden Kampfmittelsondierungen zeigte. Auf dem Weg nach Rees-Haldern fuhr der Bus extra über die Frankfurter Straße und die B8, um weitestgehend parallel zur Ausbaustrecke zu fahren und währenddessen weitere Planungen und bereits erfolgte Schritte begutachten zu können. Im Bauabschnitt 4, Ress-Haldern, angekommen, zeigte Projektabschnittsleiter Michael Teitzel den Bereich des Haltepunkts Haldern sowie der Eisenbahnüberführung (EÜ) Bahnhofstraße, wo die Gäste die Herstellung von Bohr- und Mikropfählen live beobachten konnten. Außerdem hatte die Studierenden die Möglichkeit, das Informationszentrum für Haldern zu besichtigen. Anhand der sich dort befindlichen Streckenkarten und Zusatzinformationen erläuterte Michael Teitzel das weitere Bauvorhaben entlang des Abschnitts. Darüber hinaus nutzten die Studierenden das Angebot zur Interaktion vor Ort und informierten sich per Touchscreen oder an der Lärmstele über den Unterschied zwischen unterschiedlichen Schallschutzmaßnahmen.

Das gesamte Projekt bedankt sich für das Interesse der TH Nürnberg und hofft, den Ingenieuren der Zukunft aufregende Einblicke gegeben zu haben. Vielleicht können wir in wenigen Jahren auch einen von ihnen als Teammitglied im Projekt begrüßen.