14.07.2021

Brückeneinschub an der B58 durch Straßen.NRW

Im Rahmen der Sommersperrpause konnte am Freitag, den 09. Juli 2021, an der B58n eine neue Brücke durch den Landesbetrieb Straßenbau NRW eingeschoben werden. Dabei handelt es sich um eine Eisenbahnüberführung, die im Kreuzungsbereich der neuen Bundesstraße B58 und der angrenzenden Bahnstrecke der ABS 46/2 entsteht. Es ist ein vierspuriger Neubau einer überregionalen Verbindungsstraße zwischen der Region Niederrhein und dem Münsterland. Die circa 40 Meter lange Brücke hat eine Breite von circa 23 Metern und wiegt um die 10.000 Tonnen. Der Koloss ist am Tage des Einschubs mittels hydraulischer Schub- und Hubvorrichtungen über eine Strecke von 68 Meter in seine gewünschte Endlage gebracht worden. Nicht nur der Einschub selbst war aufwendig, auch die vorangehenden und nachbereitenden Arbeiten wie der Rückbau sowie die Herstellung der Oberleitung, Abnehmen und Füllen des Bahndamms und die Herstellung neuer Maste sowie des Fahrdrahtes sind zeitlich anspruchsvoll. Umso wichtiger also, dass die DB und Straßen.NRW hier Hand in Hand arbeiten. Abstimmungen sind insbesondere hinsichtlich des erfolgten Brückeneinschubs sowie der Straßenüberführung (SÜ) Willy-Brandt-Straße erforderlich. Aus dem Projektteam der ABS46/2 war vor allem Irina Doberstein als Projektingenieurin aus dem Bauabschnitt 3 zuständig. In der Planungsphase zählte unter anderem die Abstimmung bezüglich Planungsgrundlagen, Freigabeläufe und Sperrpausenabstimmungen zwischen dem Projekt, der Produktionsdirektion, dem Betrieb sowie Straßen.NRW zu ihren Aufgaben. 
Brückeneinschub an der B58 durch Straßen.NRW
Eine von insgesamt vier Verschubbahnen
"Das Besondere an dieser Zusammenarbeit mit Straßen.NRW war, dass der Landesbetrieb für gewöhnlich keine Eisenbahnbrücken erstellt. Deshalb waren unsere erfolgreichen Abstimmungsprozesse zu anstehenden Sperrpausen, sodass unsere Baumaßnahmen seitens der DB als auch von Straßen.NRW Hand in Hand laufen können, von großer Wichtigkeit. Insbesondere die Abstimmungen zu den Ausrüstungsgewerken und Eisenbahnbetrieblichen Regelungen waren ebenfalls von hoher Priorität, da Straßen.NRW sich natürlich vorrangig mit Themen der Straßenbauverwaltung beschäftigt", so Irina Doberstein. 
Deshalb bedanken wir uns im Namen des gesamten Projektteams an dieser Stelle bei dem Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen für die gute und zielführende Zusammenarbeit!

Der Brückeneinschub wurde durch die Presse begleitet. So hat auch der WDR in der Lokalzeit Duisburg am Abend berichtet.